Reeperbahn

Als Tourist sollten Sie unbedingt die Reeperbahn in Hamburg besuchen. Als zentrale Straße inmitten dieser Großstadt ist diese bekannt als Vergnügungs- und Rotlichtviertel. Der Stadtteil Sant Pauli misst insgesamt 930 Meter. Im gesamten Verlauf können viele verschiedene Läden und Sehenswürdigkeiten betrachtet werden. Wer ortsansässig ist, kann hier sehr gut leben und hat alles in unmittelbarer Nähe.

Reeperbahn

Stehen bleiben lohnt sich

In dieser Straße kommt kaum jemand aus dem Staunen heraus. Gerade das Nachtleben wird hier in vielen verschiedenen, leuchtenden Farben dargestellt. Neben den zahlreichen Bars, Diskotheken und Nachtclubs sind die einzelnen Geschäfte sehenswert. Ein Blick lohnt sich, ob nun von außen oder aber im inneren der Lokalitäten. Viele Läden laden zum Verweilen und Anschauen ein. Die Themen Liebe und Sex sind prägend und geleiten in unterschiedlicher Art und Weise durch dieses Viertel. Denn einige Nebenstraßen bieten ebenfalls tolle Accessoires und andere Artikel, die neugierig machen. Berühmt ist die Davidwache als deutsche Polizeiwache. Künstlerisch und stilvoll präsentiert das Theater bekannte Musicals. Kulturellen Einfluss vermitteln das Wachsfigurenkabinett und das Operettenhaus. Im Bereich der Erotik wird oft über das Dollhouse gesprochen. Nicht vergessen werden darf die berühmte Herbertstraße. Diese liegt abseits und parallel von der Reeperbahn. Diese Bordellstraße kann nur zu Fuß betreten werden und ist von Sichtblenden umgeben.

Das Reeperbahnfestival und andere Highlights

Jährlich findet das große Spektakel mit Livemusik im Herbst statt. Seit fast zehn Jahren spielen bekannte und andere Bands und Sänger an drei Tagen für die Fans. Bei den Künstlern im Musikgeschäft ist das Reeperbahnfestival beliebt. Mit mehr als 10.000 Besuchern können lukrative Gewinne erwartet werden. Mit einem abwechslungsreichen Programm werden so gut wie alle Musikgeschmäcker getroffen. In den Musikrichtungen performen bekannte Stars und auch Newcomer bekommen eine Chance. Die Kunst nutzt dieses Event gern für bestimmte Darstellungen von Werken in den Schaufenstern. Mit einer Tages- oder Dauerkarte kann die Vielfalt am bevorzugten Lieblingsplatz genossen werden.

Neben diesem bekannten Festival wird dreimal im Jahr der ” DOM” gefeiert. Dieses Volksfest ist eins der größten im Norden von Deutschland. Eine Vielzahl von Schaustellern mit Buden und Fahrattraktionen können die 1,6 km lange Strecke effektiv nutzen. Mit dem prunkvollen Riesenrad, das besonders bei Nacht in einigen Farben erstrahlt, kann ein Blick über ganz Hamburg genossen werden. Für Groß und Klein sind genügend Attraktionen vorhanden. Jeder kann sich hier ausleben und seine Grenzen testen oder aber die Atmosphäre an den Ständen. Zu diesem Erlebnis gehört auch ein Festzelt mit bayrischem Akzent. Das heißt, dass dort bayrische Bands für Stimmung sorgen. Insgesamt kann beim DOM an fast jeder Ecke etwas anderes gegessen werden. Traditionell süß mit Mandeln oder etwas Deftiges vom Schwenkgrill.

Nicht verpassen sollten Interessierte das Hamburger Schlagermove Fest. Ähnlichkeiten zur Loveparade sind vorhanden. Eine Versammlung von bunt gekleideten Menschen marschiert neben Trucks daher, aus denen die Musik dröhnt. Unabhängig vom Alter kann getanzt und mitgesungen werden. Markenzeichen von diesem Fest sind die tollen, individuellen Verkleidungen und Perücken der Teilnehmer.
Der Weg von diesem Fest führt über die Reeperbahn, hin zum Hafen. Anschließend über die Landungsbrücken und wieder hinauf bis zum Nobistor. Auf der Elbe finden in den Booten zahlreiche Partys satt. Als Finale kann dann im großen Zelt auf dem Heiligeistfeld bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden. Schlagersänger sorgen als Live-Act für die passende Unterhaltung.

Bei den Hamburger Harley Days treffen sich Motorradfahrer und belagern den Großmarkt. Bewundert werden können Oldtimer oder aber besondere Glanzstücke und genauso auch aufgemotzte Maschinen aller Art. Der MOGO (Motorradgottesdienst) sorgt mit einem langen Konvoi von ungefähr 3000 Teilnehmern für ein extravagantes Erlebnis zum Bestaunen. Bei der Country und Stuntshow kann getanzt und auch ein Preis kann für Mitwirkende ergattert werden. Neben etlichen Bierständen stehen famose Verkaufsstände bereit und bieten alles für Motorradfahrer an.

Beim Santa Pauli Weihnachtsmarkt in Hamburg wird Sinnlichkeit in Verbindung mit Erotik erlebt. Um Missverständnissen vorzubeugen, muss erwähnt werden, dass dies kein weiß-roter erotischer Markt ist, sondern eine rundum gelungene Interpretation von Tradition zur Weihnachtszeit in einer besonderen Umgebung. Wie bei jedem anderen Weihnachtsmarkt werden die üblichen Getränke angeboten. Andere klassische Spezialitäten lassen jeden beim Essen in den Genuss von eigenen Vorlieben kommen. Um den Hauch von Erotik zu vermitteln, wird hier und dort ein Stand mit Spielzeug für das Liebesleben bereit stehen.

Tourist oder Einwohner

Alle vorgestellten Festlichkeiten finden meistens einmal im Jahr statt. Das jeweilige Datum kann dem Internet entnommen werden. Sowohl als Tourist, wie auch als Einwohner kann Hamburg ständig neu und intensiv erlebt werden. Interessen und Hobbys sind verschieden. Doch mit diesem Angebot wird jeder einmal im Jahr aktiv feiern können und dabei viel Spaß erleben.

 

Planten un Blomen in Hamburg

Die Parkanlage Planten un Blomen ist eine traditionsreiche Parkanlage in Hamburg. Sie ist zwischen dem Congress Centrum und dem Millerntor zu finden und eines der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Lage des Parks

Die Lage der Parkanlage Planten un Blomen ist ideal. Es handelt sich um einen Grünzug, der im Bogen westlich um die Innenstadt Hamburgs verläuft. Der Verlauf folgt der bereits im 19. Jahrhundert abgebauten Stadtbefestigung der Wallanlagen. Der Name kommt aus dem Plattdeutschen und bedeutet: Pflanzen und Blumen. Der beliebte Grünzug führt an der Binnenalster von der Lombardsbrücke aus zwischen der Verbindungsbahn und dem Gustav-Mahler-Park bis zum Dammtor. Von hier aus geht es weiter zu den Planten un Blomen zugehörigen Teile zum Beispiel dem Wallringpark oder dem alten Botanischen Garten bis hin zum Millerntor bis in die Straße des Alten Elbparks. Der Park wird im Osten durch den Gorch-Fock-Wall bzw. Holstenwall begrenzt, an dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts viele repräsentative Verwaltungsbauten (Oberpostdirektion oder Handelskammer) entstanden sind. Hier liegt am südöstlichen Ende des Parks das Museum für Hamburgische Geschichte, welches ebenfalls ein besonderes Ausflugsziel darstellt. Im Westen wird die Parkanlage durch die Glacischaussee und dem Heiligengeistfeld eingegrenzt. Der alte Botanische Garten und die ehemaligen Wallanlagen befinden sich im Stadtteil Neustadt. Bei dem nordwestlichen Teil des Parks handelt es sich um einen Teil von St. Pauli, wodurch der Park seinen Namen verdankt. Die Marseiller Straße und der Messeweg, der ein überdachter Arkadenweg ist, bildet gemeinsam die Grenze zum alten Botanischen Garten und dem von der Bucerius Law School genutzten Bauten des Botanischen Institutes der Uni.

Die Geschichte von Planten un Blomen

Früher war die Parkanlange Planten un Blomen ein Zoologischer Garten in Hamburg. Noch heute erinnert die nördliche angrenzende Tiergartenstraße an die Zeit des Zoos. Dieser Hamburger Zoo wurde 1863 durch Ernst Merck gegründet. Der Verfasser von Brehms Tierleben war der erste Direktor des Zoos. Der zoologische Garten grenzte südlich an die St. Petersburger Straße / Jungiussstraße und dem alten Botanischen Garten. Er wurde aber abgetrennt durch die Straße bei den Kirchhöfen. Der Straßenname erinnert an die alten Dammtorfriedhöfe, die 1793 errichtet wurden. Ab 1930 wurde auf dem Zoogelände ein Vergnügungs-, Vogel- und Volkspark errichtet. Erst 1934 bis 1935 erhielt der Park unter der Leitung des Architekten Karl Plomin eine neue Gestaltung. Der Auslöser war die Niederdeutsche Gartenschau. 1897 wurde bereits eine große Blumenschau in den Wallanlagen zwischen dem Holstenwall und dem Millerntor abgehalten. Durch die Zusammenlegung des alten Zoologischen Gartens und des leeren Friedhofsgeländes wurde das entsprechende Gelände geschaffen. Der Name Planten un Blomen war geboren. Wegen der nationalen Auffassung damals, wurden viele exotische Pflanzen ersetzt durch eine heimische Pflanzenwelt. In dem Park spiegelte sich eine bunte Pflanzenwelt aus ganz Deutschland wieder. Ab 1953 wurden die Internationalen Gartenbau-Ausstellungen durchgeführt. Durch diesen Anlass wurden in der Anlage wieder vermehrt exotische Blumen und Pflanzen gesetzt. Für die IGA wurde aus dem Hügel neben der schönen Wasserorgel auf der ehemaligen Eulenburg der beliebte Philipsturm gebaut. Erst danach folgten die Wasserorgel und der Parksee. Im alten Botanischen Garten stehen heute noch die alten Tropengewächshäuser von Berhanrd Hermkes aus der Zeit der IGA 1963. Am Sonnenhang vor dem Gewächshaus wurden Mittelmeerterrassen zum Wallgraben hin errichtet. Zusätzlich wurde eine Gondelbahn über mehrere Stützen vom Dammtor bis zum Millerntor gebaut. Diese wurde nach der IAG aber wieder abgebaut. Ähnliches geschah mit der IGA-Bahn, die 1973 für die IGA gebaut wurde. Da sich kein Betreiber mehr gefunden hat, wurde auch diese Bahn wieder geschlossen und abgebaut. Einige Reste der Gleise kann man heute noch sehen.

Planten-un-Blomen

Die Parkanlage Planten un Blomen

In der Parkanlage Planten un Blomen sind verschiedene Themengärten untergebracht. Vom herkömmlichen Botanischen Garten bis hin zum größten japanischen Landschaftsgarten Europas ist alles vertreten. Es wird in der Parkanlage mehr geboten, als nur die typischen Pflanzen und Blumen, die in anderen Parkanlagen zu finden sind. Der Park bietet eine Vielzahl an Attraktionen und Abwechslungen für die ganze Familie. Die Parkanlage ist das ganze Jahr über geöffnet und ist auch immer sehr gut besucht. Viele Anwohner und Touristen in Hamburg nutzen das vielfältige Angebot für ihre Freizeitaktivitäten. Geöffnet ist der Park vom 01.-30.04. zwischen 7 Uhr bis 22 Uhr, vom 01.05.-30.09. zwischen 7 Uhr bis 23 Uhr und vom 01.10.-31.03. zwischen 7 Uhr bis 20 Uhr. Der Eintritt ist auch während der zahlreichen Veranstaltungen im Jahr frei. Reservierungen oder Anmeldungen für die angebotenen Veranstaltungen sind nicht notwendig. Im Teehaus, in der Töpferstube oder für den Zirkus wird solange der Eintritt gewährt, wie freie Plätze zur Verfügung stehen.

Der Hamburger Fernsehturm

Das höchste Bauwerk der Hansestadt Hamburg, der Fernsehturm, prägt eindrucksvoll die Skyline der Stadt. Der Fernmeldeturm ist das moderne Wahrzeichen Hamburgs. Das Bauwerk, dass unter Denkmalsschutz gestellt wurde, können Sie von allen Stadtteilen und sogar während eines Spaziergangs an den Ufern der Außenalster sehen. Die Aussichtsplattform und die Restaurantplattform können Sie zurzeit leider nicht besichtigen, denn am 1. Januar 2001 ist der “Telemichel” wegen Renovierungsbedarf für die Öffentlichkeit gesperrt worden. Nach der Sanierung gelang es dem Unternehmen Deutsche Funkturm GmbH nicht, neue Mieter für die Räumlichkeiten in luftiger Höhe zu finden.

Hamburger Fernsehturm

 

Fakten über den Hamburger Fernsehturm

Der Grundstein für den Hamburger Fernsehturm ist am 25. Mai 1965 gelegt worden. Gebaut wurde der Turm von 1965 bis 1968. Die Baukosten betrugen 57,2 Mio. DM. Der Fernmeldeturm besitzt eine Höhe von 279,20 Metern, ist das höchste Gebäude der Hansestadt Hamburg und das Sechsthöchste innerhalb Deutschlands. Der Fernsehturm wiegt ganze 43.000 Tonnen. Auf Wunsch der Hamburger Stadtverwaltung wurde der Fernmeldeturm mit einem Restaurant sowie einer Aussichtsplattform in einer Höhe von 128 Metern ausgestattet. Das Aussichts- und Restaurantgeschoss befindet sich auf getrennten Turmkörben. Benannt ist der Turm nach dem berühmten deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz. Die Hamburger Einwohner nennen den Fernsehturm liebevoll “Telemichel”. Obwohl am 8. November 2004 die Mehrzahl der analogen Fernsehsendungen auf digitale Ausstrahlungen umgestellt wurden, ist der Hamburger Fernsehturm eines der wichtigsten Infrastrukturgebäude in der Hansestadt. Ohne den Telemichel wäre in der Millionenmetropole nicht nur der Fernsehempfang, sondern auch der Mobilfunk, die Festnetztelefonie sowie der Zoll- und der Polizeifunk lahmgelegt.

Der Standort und die Umgebung

Errichtet wurde der Fernmeldeturm gegenüber dem Park “Planten un Blomen” vor den neuen Messehallen westlich der Außenalster. Das Grundstück, auf dem der Fernsehturm steht, besitzt eine Größe von 8000 Quadratmetern. Die Angliederung an den Park erfolgte, damit die Aussichtsplattform des Turms wirtschaftlich genutzt werden konnte. Auf dem Grundstück befindet sich darüber hinaus eine Garage, die für 125 Fahrzeuge Parklätze bietet, eine Küche, ein Betriebsgebäude und die Eingangshalle. Über eine Brücke gelangen Sie von der Eingangshalle direkt in den Park. Der Hamburger Fernsehturm wird in der heutigen Zeit dazu benutzt, um analoge Radiosendungen (UKW), digitale Radioprogramme (DAB), digitale Fernsehübertragungen (DVB-T) und analoge Fernsehsendungen (PAL) auszustrahlen. Der Sendebetrieb beim Hamburger Fernmeldeturm erfolgt im Gleichwellenbetrieb. Digitale Fernsehsender, die vom Fernsehturm in Hamburg auf verschiedenen Frequenzen abgestrahlt werden, sind unter anderem KiKa, ZDF, ZDFmobil, ZDFinfo, ZDFneo, 3sat, ProSieben Hamburg/Schleswig-Holstein, Kabel eins, N24, Sat.1, ARD digital, ARTE, Disney Channel (Deutschland) und Phoenix.

Der Hamburger Fernsehturm nach der Eröffnung

Die offizielle Eröffnungsfeier fand am 1. Mai 1968 statt. Da die Abgase über Jahrzehnte hinweg ihre Spuren an dem Fernmeldeturm hinterlassen haben, wurde er zu Beginn der 80er Jahre mit einem Schutzanstrich in weißer Farbe versehen. Bis zum Jahresende 2001 ist der Fernsehturm in Hamburg von einem Unternehmen als Bungee-Jumping-Station benutzt worden. Ursprünglich war geplant, die Bungee-Jumping-Station nach dem Abschluss der Umbauarbeiten wieder zu eröffnen. Doch nach einem tödlichen Unfall im Jahre 2003 am Florianturm, gestattet die Deutsche Funkturm GmbH keine Bungee-Sprünge mehr von ihren Fernmeldetürmen. Eine aufwendige Sanierung der beiden Turmkörbe des Telemichels von außen wurde im Jahr 2005 vorgenommen. Dabei hat der Fernsehturm einen neuen Anstrich in rot-weißer Farbe bekommen.

Umfangreiche Sicherheitsbestimmungen verhindern die Wiedereröffnung für die Öffentlichkeit

Der Hauptgrund, warum die Restaurant- und die Aussichtsplattform bisher nicht wieder für die Öffentlichkeit freigegeben wurde, ist die Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen für die Rettungswege. Sie sind bereits nach der Fertigstellung des Telemichels erhöht worden. Um die Rettungswege an die geltenden Bestimmungen anzupassen, hätte die Treppe von bisher 80 cm auf 125 cm verbreitern werden müssen. Dabei wären Sanierungsarbeiten in Höhe von rund zehn Millionen Euro angefallen. Weitere 5 Millionen Euro müssten in zusätzliche Sanierungsarbeiten investiert werden. Bereits seit dem Jahr 2010 wurden vom Bezirksamt im Stadtteil “Hamburg-Mitte” neue Sponsoren für den Telemichel gesucht. Im gleichen Jahr haben jedoch Baustatiker durch Untersuchungen festgestellt, dass die Bausubstanz noch maximal 30 Jahre in der Lage sein wird, auf die Schwingungen der Umgebung elastisch zu reagieren. Da wegen der zentralen Lage eine Sprengung des Turms nicht möglich ist, müsste er aufwendig abgetragen werden.

Neue Schlagzeilen durch spektakuläre Umbaupläne

Im Jahr 2011 sorgten spektakuläre Umbaupläne eines dänischen Architekten dafür, dass der Heinrich-Hertz-Turm erneut für Schlagzeilen sorgte. Christian Bay-Jørgensen plante, den Fernmeldeturm mit einer Hülle zu ummanteln und den “Telemichel” als Hotel zu nutzen. Der Plan fand nach all den bis dato vergeblichen Versuchen, den Turm für die Öffentlichkeit wiederzueröffnen, große Zustimmung. Jedoch war ebenso eine partielle Ablehnung vorhanden, da die Struktur des unter Denkmalschutz stehenden Turms durch die Hülle stark verändert werden würde.

Der Hamburger Michel

Viele Menschen lieben die Kultur und schauen sich daher gerne verschiedene Städte und vor allem deren Sehenswürdigkeiten an. So bietet auch der Hamburger Michel ein schönes Erlebnis und ist besonders interessant. Als Außenstehender fragen Sie sich natürlich direkt was ist denn der Hamburger Michel? Als den Hamburger Michel bezeichnet man die St. Michaelis Kirche, welche als ein Wahrzeichen von Hamburg gilt. Doch was ist es was die Kirche so besonders und beeindruckend macht?

Der Kirchenturm selbst bietet eine atemberaubende Aussicht über die gesamte Hansestadt und lockt somit viele Touristen an. Mit seiner Höhe von 106 Metern können Sie all das sehen, was die Hamburger Stadt aus macht und dazu gehören selbst verständlich auch der schöne große Hafen. Des weiteren ist es ein Kirchenschiff mit dreier Orgeln und es gibt einen sehr schönen Gewölbekeller zu begutachten. Es wird sehr empfohlen den Michel bei Nacht zu besuchen und sich mit dem Fahrstuhl nach ganz oben auf die Plattform zu begeben, um die Stadt im Mondlicht und der ganzen Beleuchtung zu betrachten. Es ist eine Aussicht, welche sehr einprägend wirkt.

St. Michaelis Kirche

Was passiert innerhalb der Kirche?

Es gibt nicht nur ausgezeichneten Gottesdienst in den wunderschönen Innenräumen, sondern auch besonders anspruchsvolle Konzerte. Es gibt eine Tradition welches als das klassische “Turmblasen” bezeichnet wird. Das bedeutet im einfachen Sinne nur, dass sich ein Trompeter spielt zu ganz bestimmten Zeichen eine ausgewählte Strophe und diese werden jeweils einmal nach Norden, Osten, Süden und Westen gespielt. Sie lernen sehr viel über die schlechten Tage sowie die guten Tage von Hamburg, wenn Sie sich einmal in die Krypta begeben, denn dort wird ein Film abgespielt, welcher die tausendjährige Geschichte von Hamburg zeigt. Der Film geht dabei auch intensiv auf die 350 Jahre alte Kirche ein.

Öffnungszeiten, Preise und Lage

Die Kirche ist in 20459 Hamburg, in der Straße “Englische Planke 1″ zu finden. Die Öffnungszeit sind ein wenig gebunden. Das heißt, dass die Krypta nicht besucht werden kann wenn gerade ein Gottesdienst gehalten wird. Ansonsten gilt, dass die Kirche von Mai bis Oktober jeden Tag von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet ist und in den Monaten November bis April nur von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr täglich geöffnet ist. Der Gottesdienst selbst wird jeden Sonntag zwei mal gehalten. Er findet einmal um 10:00 Uhr und einmal um 18:00 Uhr statt. Es stellt sich Ihnen sicherlich auch die Frage, was Sie der Besuch des Wahrzeichens kosten wird. In allererster Linie können Sie sich entscheiden ob Sie nur die Krypta oder den Turm besuchen wollen. Sollten Sie beides sehen wollen empfiehlt sich der Kombinationspreis. Sollten Sie zusätzlich noch eine Hamburg CARD besitzen, dann wird der reguläre Preis noch etwas ermäßigt. Für die Turmbesichtigung bezahlen Sie als Erwachsener 5 Euro oder 4 Euro mit der CARD und als Kind 3,50 Euro bzw. 2,50 Euro. In der Krypta wir als Erwachsener 7 Euro oder 6 Euro gezahlt und als Kind zahlt man 4 Euro oder 3 Euro. In der Kirche selbst hinterlassen Sie lediglich eine kleine Spende.

Homepage der St. Michaelis

Ihnen steht jederzeit die Möglichkeit zur Verfügung sich über die Homepage der St. Michaelis Kirche über aktuelles zu informieren und welches Tagesprogramm gerade angesagt ist. Dort finden Sie nochmal sämtliche Informationen in einem Überblick und bekommen einen ersten Eindruck der beeindruckenden Kirche. Es gibt auf der Homepage noch einen Terminkalender den Sie einsehen können, und dann können Sie mit der Familie oder Ihren Freunden das Wahrzeichen der Hansestadt an einem bestimmten Tag besuchen, an dem Ihnen ein Programm oder Konzert besonders zusagt. Es ist als Kulturerlebnis sehr zu empfehlen und die Aussicht ist etwas, dass man sich nicht entgehen lassen sollte wenn man sich schon einmal in der Hamburger Stadt aufhält.

Die Hamburger Speicherstadt

Hamburg gilt als Stadt mit vielen Facetten und Sehenswürdigkeiten. Ohne Zweifel zählt auch die historische Speicherstadt im Herzen Hamburgs dazu. Inmitten des Freihafens stellt sie bis heute den weltgrößten zusammenhängenden Lagerhauskomplex dar. Die idyllische Atmosphäre rund um den Freihafen, kombiniert mit der einzigartigen Architektur der Speicherstadt, macht sie zu seinem der beliebtesten Ausflugsziele der Hansestadt.

Geschichte der Hamburger Speicherstadt

Hamburger Speicherstadt

Hamburger Speicherstadt

Da Hamburg nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 zunächst Zollausschlussgebiet war, begann die Suche nach einer Möglichkeit, dem Deutschen Zollverein beizutreten. 1881 besiegelte schließlich ein Zollanschlussabkommen zwischen dem Bundesstaat Hamburg und dem Deutschen Reich den Bau der Speicherstadt. Mit Hilfe dieses ehrgeizigen Bauprojekts gelang der Beitritt in den Deutschen Zollverein. Die Stadtväter wollten den Hafen jedoch nicht durch hohe Zölle belasten, sodass nach einem Areal für den Bau eines Freihafens gesucht wurde, welcher nicht zum deutschen Zollgebiet gehörte. Nach zwei Jahren Planung begann im Jahr 1883 der Bau der Speicherstadt. Um Platz für den Bau zu schaffen, rissen die Arbeiter zunächst die brüchigen Wohnviertel auf den Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm ab. Dies führte zu einer Zwangsumsiedlung von mehr als 20.000 Menschen. 1888 nahm Kaiser Wilhelm II. die Einweihung der Speicherstadt vor, obwohl große Teile noch nicht fertiggestellt waren. Erst kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 waren die Arbeiten vollständig beendet. Im Zweiten Weltkrieg führten Luftangriffe der Alliierten während der Operation Gomorrha zur Zerstörung der Hälfte der Bausubstanz. Nach Ende des Krieges dauerte es bis ins Jahr 1967, bis der größtenteils originalgetreue Wiederaufbau abgeschlossen war. Bis Anfang des neuen Jahrtausends blieb der Status als zollfreies Gebiet erhalten. Eine starke Zunahme des Containerumschlags sowie automatisierte Lagerverwaltungssysteme machten den Freihafenstatus entbehrlich, weshalb ein Großteil der Speicherstadt seit 2004 zollrechtlich zum Inland gehört.

Sehenswürdigkeiten

Im Speicherstadtmuseum werden hauptsächlich die typischen Lagergüter sowie die Tätigkeiten der Quartiersleute erklärt. Anhand von originalen Arbeitsgeräten und historischen Dokumenten werden die Arbeitsabläufe und das Alltagsleben des historischen Stadtteils veranschaulicht. Daneben stellt natürlich auch die Geschichte der Speicherstadt eine zentrale Rolle der Dauerausstellung im Erdgeschoss des Speicherblock L dar. Das Hamburg Dungeon kombiniert Fahrgeschäft, Showeinlagen und Gruselkabinett. Dabei werden wichtige Teile der Hamburger Geschichte von Schauspielern dargestellt. Dazu zählen unter anderem die Festnahme und die Hinrichtung von Klaus Störtebeker sowie die Sage vom Klabautermann und der Große Brand von Hamburg im Jahr 1842. Wer sich für die Geschichte des Zolls interessiert, wird im Deutschen Zollmuseum neben der Kornhausbrücke auf über 1000 Objekte aus verschiedenen Epochen stoßen. Vor dem Museum können Besucher den ehemaligen Zollkreuzer und das heutiges Museumsschiff “Oldenburg” besichtigen. Neben einigen Museen befinden sich auf dem Areal weitere Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das Miniatur Wunderland, welches jährlich über eine Million Besucher anzieht. Auf einer Fläche von 1300 Quadratmeter fahren 930 digital gesteuerte Züge auf insgesamt 13 Kilometer langen Gleisen. Somit ist das MiWuLa die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Die Besonderheit der Anlage besteht darin, dass ein Tagesablauf simuliert wird, in welchem sich Nacht und Tag alle 15 Minuten wiederholen. Außerdem bietet das Miniaturwunderland spezielle Führungen an, bei denen ein Blick hinter die Kulissen auf diverse Details möglich ist, die aus dem regulären Publikumsbereich nicht sichtbar sind.

Auf dem Weg zum Kulturerbe

Gemeinsam mit dem Naumburger Dom soll die Speicherstadt im nächsten Jahr als deutscher Vorschlag für die Aufnahme in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingereicht werden. Grund dafür sind sowohl die historische Bedeutung aber auch die unzähligen Sehenswürdigkeiten und architektonischen Meisterwerke. Um die Speicherstadt fortwährend als historisches Erbe zu erhalten, stehen mittlerweile 14 der 20 Brücken in dem Gebiet unter Denkmalschutz.

Anfahrt zur Speicherstadt

Wer das Gebiet in aller Ruhe erkunden möchte, dem stehen verschiedene Optionen für die Anreise zur Verfügung. Vom Hamburger Hauptbahnhof aus ist die Speicherstadt über die U-Bahn-Linien U1, U3 und U4 erreichbar. Des Weiteren gibt es viele Angebote an Hafenrundfahrten, bei denen sie mit Barkassen angefahren wird und auch von der Wasserseite aus besichtigt werden kann.