Der Hamburger Michel

Viele Menschen lieben die Kultur und schauen sich daher gerne verschiedene Städte und vor allem deren Sehenswürdigkeiten an. So bietet auch der Hamburger Michel ein schönes Erlebnis und ist besonders interessant. Als Außenstehender fragen Sie sich natürlich direkt was ist denn der Hamburger Michel? Als den Hamburger Michel bezeichnet man die St. Michaelis Kirche, welche als ein Wahrzeichen von Hamburg gilt. Doch was ist es was die Kirche so besonders und beeindruckend macht?

Der Kirchenturm selbst bietet eine atemberaubende Aussicht über die gesamte Hansestadt und lockt somit viele Touristen an. Mit seiner Höhe von 106 Metern können Sie all das sehen, was die Hamburger Stadt aus macht und dazu gehören selbst verständlich auch der schöne große Hafen. Des weiteren ist es ein Kirchenschiff mit dreier Orgeln und es gibt einen sehr schönen Gewölbekeller zu begutachten. Es wird sehr empfohlen den Michel bei Nacht zu besuchen und sich mit dem Fahrstuhl nach ganz oben auf die Plattform zu begeben, um die Stadt im Mondlicht und der ganzen Beleuchtung zu betrachten. Es ist eine Aussicht, welche sehr einprägend wirkt.

St. Michaelis Kirche

Was passiert innerhalb der Kirche?

Es gibt nicht nur ausgezeichneten Gottesdienst in den wunderschönen Innenräumen, sondern auch besonders anspruchsvolle Konzerte. Es gibt eine Tradition welches als das klassische “Turmblasen” bezeichnet wird. Das bedeutet im einfachen Sinne nur, dass sich ein Trompeter spielt zu ganz bestimmten Zeichen eine ausgewählte Strophe und diese werden jeweils einmal nach Norden, Osten, Süden und Westen gespielt. Sie lernen sehr viel über die schlechten Tage sowie die guten Tage von Hamburg, wenn Sie sich einmal in die Krypta begeben, denn dort wird ein Film abgespielt, welcher die tausendjährige Geschichte von Hamburg zeigt. Der Film geht dabei auch intensiv auf die 350 Jahre alte Kirche ein.

Öffnungszeiten, Preise und Lage

Die Kirche ist in 20459 Hamburg, in der Straße “Englische Planke 1″ zu finden. Die Öffnungszeit sind ein wenig gebunden. Das heißt, dass die Krypta nicht besucht werden kann wenn gerade ein Gottesdienst gehalten wird. Ansonsten gilt, dass die Kirche von Mai bis Oktober jeden Tag von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet ist und in den Monaten November bis April nur von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr täglich geöffnet ist. Der Gottesdienst selbst wird jeden Sonntag zwei mal gehalten. Er findet einmal um 10:00 Uhr und einmal um 18:00 Uhr statt. Es stellt sich Ihnen sicherlich auch die Frage, was Sie der Besuch des Wahrzeichens kosten wird. In allererster Linie können Sie sich entscheiden ob Sie nur die Krypta oder den Turm besuchen wollen. Sollten Sie beides sehen wollen empfiehlt sich der Kombinationspreis. Sollten Sie zusätzlich noch eine Hamburg CARD besitzen, dann wird der reguläre Preis noch etwas ermäßigt. Für die Turmbesichtigung bezahlen Sie als Erwachsener 5 Euro oder 4 Euro mit der CARD und als Kind 3,50 Euro bzw. 2,50 Euro. In der Krypta wir als Erwachsener 7 Euro oder 6 Euro gezahlt und als Kind zahlt man 4 Euro oder 3 Euro. In der Kirche selbst hinterlassen Sie lediglich eine kleine Spende.

Homepage der St. Michaelis

Ihnen steht jederzeit die Möglichkeit zur Verfügung sich über die Homepage der St. Michaelis Kirche über aktuelles zu informieren und welches Tagesprogramm gerade angesagt ist. Dort finden Sie nochmal sämtliche Informationen in einem Überblick und bekommen einen ersten Eindruck der beeindruckenden Kirche. Es gibt auf der Homepage noch einen Terminkalender den Sie einsehen können, und dann können Sie mit der Familie oder Ihren Freunden das Wahrzeichen der Hansestadt an einem bestimmten Tag besuchen, an dem Ihnen ein Programm oder Konzert besonders zusagt. Es ist als Kulturerlebnis sehr zu empfehlen und die Aussicht ist etwas, dass man sich nicht entgehen lassen sollte wenn man sich schon einmal in der Hamburger Stadt aufhält.

Die Hamburger Speicherstadt

Hamburg gilt als Stadt mit vielen Facetten und Sehenswürdigkeiten. Ohne Zweifel zählt auch die historische Speicherstadt im Herzen Hamburgs dazu. Inmitten des Freihafens stellt sie bis heute den weltgrößten zusammenhängenden Lagerhauskomplex dar. Die idyllische Atmosphäre rund um den Freihafen, kombiniert mit der einzigartigen Architektur der Speicherstadt, macht sie zu seinem der beliebtesten Ausflugsziele der Hansestadt.

Geschichte der Hamburger Speicherstadt

Hamburger Speicherstadt

Hamburger Speicherstadt

Da Hamburg nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 zunächst Zollausschlussgebiet war, begann die Suche nach einer Möglichkeit, dem Deutschen Zollverein beizutreten. 1881 besiegelte schließlich ein Zollanschlussabkommen zwischen dem Bundesstaat Hamburg und dem Deutschen Reich den Bau der Speicherstadt. Mit Hilfe dieses ehrgeizigen Bauprojekts gelang der Beitritt in den Deutschen Zollverein. Die Stadtväter wollten den Hafen jedoch nicht durch hohe Zölle belasten, sodass nach einem Areal für den Bau eines Freihafens gesucht wurde, welcher nicht zum deutschen Zollgebiet gehörte. Nach zwei Jahren Planung begann im Jahr 1883 der Bau der Speicherstadt. Um Platz für den Bau zu schaffen, rissen die Arbeiter zunächst die brüchigen Wohnviertel auf den Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm ab. Dies führte zu einer Zwangsumsiedlung von mehr als 20.000 Menschen. 1888 nahm Kaiser Wilhelm II. die Einweihung der Speicherstadt vor, obwohl große Teile noch nicht fertiggestellt waren. Erst kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 waren die Arbeiten vollständig beendet. Im Zweiten Weltkrieg führten Luftangriffe der Alliierten während der Operation Gomorrha zur Zerstörung der Hälfte der Bausubstanz. Nach Ende des Krieges dauerte es bis ins Jahr 1967, bis der größtenteils originalgetreue Wiederaufbau abgeschlossen war. Bis Anfang des neuen Jahrtausends blieb der Status als zollfreies Gebiet erhalten. Eine starke Zunahme des Containerumschlags sowie automatisierte Lagerverwaltungssysteme machten den Freihafenstatus entbehrlich, weshalb ein Großteil der Speicherstadt seit 2004 zollrechtlich zum Inland gehört.

Sehenswürdigkeiten

Im Speicherstadtmuseum werden hauptsächlich die typischen Lagergüter sowie die Tätigkeiten der Quartiersleute erklärt. Anhand von originalen Arbeitsgeräten und historischen Dokumenten werden die Arbeitsabläufe und das Alltagsleben des historischen Stadtteils veranschaulicht. Daneben stellt natürlich auch die Geschichte der Speicherstadt eine zentrale Rolle der Dauerausstellung im Erdgeschoss des Speicherblock L dar. Das Hamburg Dungeon kombiniert Fahrgeschäft, Showeinlagen und Gruselkabinett. Dabei werden wichtige Teile der Hamburger Geschichte von Schauspielern dargestellt. Dazu zählen unter anderem die Festnahme und die Hinrichtung von Klaus Störtebeker sowie die Sage vom Klabautermann und der Große Brand von Hamburg im Jahr 1842. Wer sich für die Geschichte des Zolls interessiert, wird im Deutschen Zollmuseum neben der Kornhausbrücke auf über 1000 Objekte aus verschiedenen Epochen stoßen. Vor dem Museum können Besucher den ehemaligen Zollkreuzer und das heutiges Museumsschiff “Oldenburg” besichtigen. Neben einigen Museen befinden sich auf dem Areal weitere Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das Miniatur Wunderland, welches jährlich über eine Million Besucher anzieht. Auf einer Fläche von 1300 Quadratmeter fahren 930 digital gesteuerte Züge auf insgesamt 13 Kilometer langen Gleisen. Somit ist das MiWuLa die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Die Besonderheit der Anlage besteht darin, dass ein Tagesablauf simuliert wird, in welchem sich Nacht und Tag alle 15 Minuten wiederholen. Außerdem bietet das Miniaturwunderland spezielle Führungen an, bei denen ein Blick hinter die Kulissen auf diverse Details möglich ist, die aus dem regulären Publikumsbereich nicht sichtbar sind.

Auf dem Weg zum Kulturerbe

Gemeinsam mit dem Naumburger Dom soll die Speicherstadt im nächsten Jahr als deutscher Vorschlag für die Aufnahme in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingereicht werden. Grund dafür sind sowohl die historische Bedeutung aber auch die unzähligen Sehenswürdigkeiten und architektonischen Meisterwerke. Um die Speicherstadt fortwährend als historisches Erbe zu erhalten, stehen mittlerweile 14 der 20 Brücken in dem Gebiet unter Denkmalschutz.

Anfahrt zur Speicherstadt

Wer das Gebiet in aller Ruhe erkunden möchte, dem stehen verschiedene Optionen für die Anreise zur Verfügung. Vom Hamburger Hauptbahnhof aus ist die Speicherstadt über die U-Bahn-Linien U1, U3 und U4 erreichbar. Des Weiteren gibt es viele Angebote an Hafenrundfahrten, bei denen sie mit Barkassen angefahren wird und auch von der Wasserseite aus besichtigt werden kann.